Somogytúr liegt im Einzugsbereich des Balaton. Die Ortschaft schmiegt sich an die von Balatonlelle kommende Hauptstraße, die weiter nach Süden und die Kreisstadt Kaposvár führt.
Sie ist leicht erreichbar und - in Hinsicht auf Verkehr und Tourismus - günstig platziert. Eines der Gebäude des Gedenkmuseums erregt die Aufmerksamkeit direkt an der Hauptstraße. Die Kurie aus dem 18. Jahrhundert ist der älteste Bau der Siedlung. Sie stellt ein typisches Beispiel für die Architektur der Kleinadeligen des "ungarischen Biedermeier" dar. Der Museumskomplex besteht aus der adeligen Kurie und dem Atelier des Künstlers Lajos Kunffy. Die Künstlerwerkstatt im klassizistischen Stil mit Säulen-Eingang sowie einem den Künsten gewidmeter Tempel zeigt sich im altgriechischem Stil. Sie wurde 1909 erbaut.
Beide Gebäude werden von einem Schatten spendenden, malerischen, ca. 3500 qm großen Park, umarmt. Zwei schön gehauene Steinvasen auf den Säulen der Einfahrt weisen den Besucher darauf hin, daß er nun einen herrschaftlichen Schloßgarten betritt.
Großzügig und luftig präsentiert sich das Atelier mit hoher Decke und großen Fenstern. Kunffy selbst entwarf und gestaltete es 1909. Den Besuchern kommt hier das Gesamtbild seines künstlerischen Schaffens vor Augen. Es spannt sich ein riesiger geistiger Bogen, der künstlerische und zeitliche Sichtweisen in Reihe und Glied aufstellt und fast 100 Jahre ungarischen Kunstschaffens umspannt. Er führt durch das das Millenium mit seiner akademischen Mentalität, den plein air-Naturalismus, die Sezession, den Impressionismus, die realistischen Traditionen bis hin zum Sozialistischen Realismus der 1960er Jahre.